Le Web 2012: Das Netz wird greifbar

Photo by @kmeron for LeWeb12 Conference, Paris
Photo by @kmeron for LeWeb12 Conference, Paris

Mit dem Internet der Dinge wird die nächste Entwicklungsstufe der Vernetzung konkret. So lautet das Fazit der Technologie-Konferenz «Le Web», an der sich Vertreter von Netzgiganten wie Google oder Facebook mit Startups zum Gedankenaustausch trafen.

Die vom französischstämmigen Internet-Entrepreneur Loic Le Meur vor 7 Jahren ins Leben gerufene «Le Web» gilt mit rund 3’300 Teilnehmern als eine der wichtigsten Konferenzen für die europäische Technologie-Szene. Startup-Gründer suchen hier nach Aufmerksamkeit und Geldgebern für ihre revolutionären Ideen, Internet-Giganten geben einen Ausblick auf ihre Visionen. Vor einem Fachpublikum aus Investoren, Entwicklern, Journalisten und Menschen, die mit der Gründung eines eigenen Startup-Unternehmens liebäugeln, entsteht so ein angeregter Gedankenaustausch zu den Themen, die die Technologie-Welt in den kommenden Monaten beschäftigen werden. Aufgrund der kommerziellen Grundausrichtung bleibt die Diskussion dabei mehrheitlich im Konkreten und verliert sich nicht in Science Fiction.

Dem aktuellen Megatrend folgend hiess das Motto in diesem Jahr «The Internet of Things» – das Internet der Dinge. Gemeint ist damit die sich rasch beschleunigende Vernetzung der Welt, eine Verschmelzung des Digitalen mit dem real Greifbaren. Die Informationen fliessen dabei in zwei Richtungen. Einerseits erfasst eine explosiv wachsende Zahl von Sensoren – Kameras, Thermometer, Bewegungsmesser – die Realität mit zunehmender Genauigkeit und bildet sie virtuell ab, andererseits können real greifbare Gegenstände über Daten aus dem Internet gesteuert werden. Grundsätzlich neu sind solche Ideen nicht. Allerdings existierten sie bisher mehrheitlich als Prototypen. An der «Le Web» zeigte sich, dass sie das Konzeptstadium längst verlassen haben und bereits in vielen Bereichen Realität geworden sind – und das zu Preisen, die den Einsatz solcher Technologien in einem Massenmarkt möglich machen. Mit weitreichenden Konsequenzen: Es gibt Schätzungen, nach denen in den nächsten fünf Jahren bis zu 100 Milliarden Gegenstände mit dem Internet verbunden werden. Voraussetzungen, konkrete Anwendungen und die Konsequenzen dieser Entwicklung waren die meistdiskutierten Themen auf der Bühne. Dabei liessen sich gewisse Trends heraus schälen:

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