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N0tice-logo

Ich bin schon seit geraumer Zeit fasziniert von der Arbeit von Matt McAllister, dem Head of Digital Strategy beim britischen Medieninnovator Guardian. Nun hat er ein neues Projekt vorgestellt, dass er nur mal so nebenbei aus dem Ärmel geschüttelt hat: n0tice.com.

Mit dieser offenen, skalierbaren Plattform geht er das Problem Hyperlocal an. Inspiriert von Services wie Ushahidi, noticin.gs oder Foursquare bringt n0tice.com das Thema Community News auf ein neues Level. Kurz zusammengefasst ermöglicht die Site ihren Nutzern einerseits die Welt um sie herum sehr einfach abzubilden und andererseits auf diese Informationen ortsgebunden zuzugreifen. Das Ganze wird verknüpft mit simplen, aber gut durchdachten Game Mechanics, die produktive Teilnahme fördern sollen. Die Finanzierung des Ganzen soll über kontextsensitive Kleinanzeigen geschehen. So weit, so bekannt.

Den entscheidenden Innovationsschritt macht n0tice.com aber auf einer philosophischen Ebene: McAlister ist ein entschiedener Verfechter von offenen, vernetzten Plattformen und das zieht sich hier durch jeden Aspekt.

Angefangen bei der enormen Skalierbarkeit des Modells über die Tatsache, dass aller Content auf der Site als Creative Commons Attribution-ShareAlike lizensiert ist bis hin zur Offenlegung des Quellcodes scheint immer wieder durch, dass der leitende Gedanke immer war: Wie können wir die Plattform so gestalten, dass alle, die in irgendeiner Weise daran teilnehmen, profitieren können. Vernetztes Denken in Reinkultur. Ich bin gespannt, ob und wie sich die Site in diesem dicht besiedelten Segment durchsetzen kann.