Interessante Gedanken von Mark Hurst zu Google Glass. So pessimistisch sie auch sind: Gänzlich von der Hand weisen lassen sie sich nicht.

if a million Google Glasses go out into the world and start storing audio and video of the world around them, the scope of Google search suddenly gets much, much bigger, and that search index will include you. Let me paint a picture. Ten years from now, someone, some company, or some organization, takes an interest in you, wants to know if you’ve ever said anything they consider offensive, or threatening, or just includes a mention of a certain word or phrase they find interesting. A single search query within Google’s cloud – whether initiated by a publicly available search, or a federal subpoena, or anything in between – will instantly bring up documentation of every word you’ve ever spoken within earshot of a Google Glass device.

via The Google Glass feature no one is talking about — Creative Good.

Spätestens, seitdem Barack Obama im US-Wahlkampf AMA (Ask Me Anything) mit seiner virtuellen Anwesenheit geadelt und damit auch für Nichtgeek-Gesprächspartner interessant gemacht hat, gehört das das crowdsourced Interview-Format zu den spannendsten Gefässen im Netz. Aus journalistischer Perspektive scheint mir dieses hier mit Tom Standage, dem Digital Editor des Economist besonders erwähnenswert. Er gibt Einblicke in die Personalphilosophie, konkrete Abläufe und die politischen Hintergründe beim englischen Traditionsblatt. Ausserdem sagt er noch solche Dinge:

Our print circulation is over 1.5m but we think this is the top, and we expect it to decline. We keep saying that, but it doesnt. But it will. That said, we hope that the number of subscribers will continue to increase, as we sign up more digital-only subscribers. We currently have 150,000 digital-only subscribers, and we also have 600,000 people both subscribers and non-subscribers using our apps each week. The important thing for us is to deliver distinctive content that readers will pay for; whether its on paper or a screen, or in audio format, is not really the point. Our aim is to deliver our content in whatever form our readers want it; we are not wedded to print.On Newsweek, I think they tried everything last year to try to get people to buy their print edition, and it didnt work. So going all-digital makes sense. The bigger question for them, and for every publication including us, is whether what they produce is distinctive enough to get people to subscribe. If people can get essentially the same thing elsewhere for free, then youve got a problem.

Ein Klick lohnt sich..

Bildschirmfoto 2012-12-20 um 09.30.26Ist es sinnvoll, Journalismus-Studenten zur Einrichtung eines Twitter-Accounts anzuhalten? Die Frage von MAZ-Student Dominik Galliker führte gestern zu einer Diskussion, bei der 140 Zeichen nicht ausreichend waren und die deshalb auf branch.com verlagert wurde. Weil wordpress.com bei diesem Dienst die Einbettung verhindert, kann ich hier nur via Link darauf verweisen. Wortmeldungen von Kollegen wie Carolin Neumann, Nick Lüthi, David Bauer und anderen rechtfertigen den Klick aber allemal.

 

Mit ein wenig Verspätung gebloggt: Frank Rieger vom Chaos Computer Club hat in der F.A.Z. den bisher besten, weil nüchternsten Kommentar zum Leistungsschutzrecht abgeliefert.

Die Leistungsschutzrecht-Debatte ist zu einem symbolisch überladenen Kampf um zu viele Fragen geworden, die jeweils für sich eine ernsthafte Diskussion erfordern. Die wirtschaftliche und inhaltliche Zukunft des Journalismus, die Macht und Dominanz der Internetkonzerne, die Frage nach dem Verhältnis von staatlicher Regulierung und Freiheit der Entwicklung neuer Internetdienste und schließlich das Grundproblem unserer Zeit, die Frage nach dem Verhältnis von Marktideologie und Gesellschaft, sind zu einem unauflöslich scheinenden gordischen Knoten verknüpft.Die Debatte ist zu einem anstrengenden und ergebnislosen Grabenkrieg mutiert, für den sich die breite Öffentlichkeit kaum noch interessiert. Es ist an der Zeit, den Knoten zu zerschlagen, das verkorkste Gesetzesvorhaben zu beerdigen und die Einzelprobleme kreativ und zukunftsgewandt anzugehen.

via Leistungsschutzrecht: Eine unheilige Scheindebatte – Digitales Denken – FAZ.

Eine der spannendsten Präsentationen an der diesjährigen Le Web wurde von Dalton Caldwell gehalten. Der Gründer von App.net zeigt darin auf, inwiefern werbefinanzierte Business Modelle insbesondere mit dem kommenden Internet of Things an ihre Grenzen stossen werden und was eine mögliche Alternative dazu sein könnte. Ein sehenswerter Sales Pitch, der wenig später durch den Instagram-Twitter-Beef unerwartet validiert wurde.

Photo by @kmeron for LeWeb12 Conference, Paris

Photo by @kmeron for LeWeb12 Conference, Paris

Mit dem Internet der Dinge wird die nächste Entwicklungsstufe der Vernetzung konkret. So lautet das Fazit der Technologie-Konferenz «Le Web», an der sich Vertreter von Netzgiganten wie Google oder Facebook mit Startups zum Gedankenaustausch trafen.

Die vom französischstämmigen Internet-Entrepreneur Loic Le Meur vor 7 Jahren ins Leben gerufene «Le Web» gilt mit rund 3’300 Teilnehmern als eine der wichtigsten Konferenzen für die europäische Technologie-Szene. Startup-Gründer suchen hier nach Aufmerksamkeit und Geldgebern für ihre revolutionären Ideen, Internet-Giganten geben einen Ausblick auf ihre Visionen. Vor einem Fachpublikum aus Investoren, Entwicklern, Journalisten und Menschen, die mit der Gründung eines eigenen Startup-Unternehmens liebäugeln, entsteht so ein angeregter Gedankenaustausch zu den Themen, die die Technologie-Welt in den kommenden Monaten beschäftigen werden. Aufgrund der kommerziellen Grundausrichtung bleibt die Diskussion dabei mehrheitlich im Konkreten und verliert sich nicht in Science Fiction.

Dem aktuellen Megatrend folgend hiess das Motto in diesem Jahr «The Internet of Things» – das Internet der Dinge. Gemeint ist damit die sich rasch beschleunigende Vernetzung der Welt, eine Verschmelzung des Digitalen mit dem real Greifbaren. Die Informationen fliessen dabei in zwei Richtungen. Einerseits erfasst eine explosiv wachsende Zahl von Sensoren – Kameras, Thermometer, Bewegungsmesser – die Realität mit zunehmender Genauigkeit und bildet sie virtuell ab, andererseits können real greifbare Gegenstände über Daten aus dem Internet gesteuert werden. Grundsätzlich neu sind solche Ideen nicht. Allerdings existierten sie bisher mehrheitlich als Prototypen. An der «Le Web» zeigte sich, dass sie das Konzeptstadium längst verlassen haben und bereits in vielen Bereichen Realität geworden sind – und das zu Preisen, die den Einsatz solcher Technologien in einem Massenmarkt möglich machen. Mit weitreichenden Konsequenzen: Es gibt Schätzungen, nach denen in den nächsten fünf Jahren bis zu 100 Milliarden Gegenstände mit dem Internet verbunden werden. Voraussetzungen, konkrete Anwendungen und die Konsequenzen dieser Entwicklung waren die meistdiskutierten Themen auf der Bühne. Dabei liessen sich gewisse Trends heraus schälen:

Weiter geht’s auf nzz.ch.

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