Obama schlägt zurück: Das Rolling Stone Interview

Here’s what I love about Dylan: He was exactly as you’d expect he would be. He wouldn’t come to the rehearsal; usually, all these guys are practicing before the set in the evening. He didn’t want to take a picture with me; usually all the talent is dying to take a picture with me and Michelle before the show, but he didn’t show up to that. He came in and played “The Times They Are A-Changin’.” A beautiful rendition. The guy is so steeped in this stuff that he can just come up with some new arrangement, and the song sounds completely different. Finishes the song, steps off the stage — I’m sitting right in the front row — comes up, shakes my hand, sort of tips his head, gives me just a little grin, and then leaves. And that was it — then he left. That was our only interaction with him. And I thought: That’s how you want Bob Dylan, right? You don’t want him to be all cheesin’ and grinnin’ with you. You want him to be a little skeptical about the whole enterprise. So that was a real treat.

Was für ein grossartiges Interview mit dem US-Präsidenten! Man kriegt ja zuweilen das Gefühl vermittelt, dass der Mann irgendwie nichts auf die Reihe kriegt. Aber wenn man mal so zusammen gefasst liest, gegen was für unglaubliche Hindernisse er tagtäglich ankämpft, wächst der Respekt ihm gegenüber wieder gewaltig. Dazu kommen obige Zeilen, die von einem Verständnis für Echtheit zeugen, die ich so noch von keinem Politiker gehört habe. Ever.

Alle, die in den letzten zwei Jahren ihre Hoffnung auf die Möglichkeit einer besseren Welt verloren haben: Nehmt euch die Zeit für diesen Artikel. Es lohnt sich.

6 thoughts on “Obama schlägt zurück: Das Rolling Stone Interview

  1. «… in den letzten zwei Jahren die Hoffnung auf die Möglichkeit einer besseren Welt verloren…»: Was sind denn das für Worthülsen? Was soll in den letzten zwei Jahren passiert sein, das die «Hoffnung auf die Möglichkeit einer besseren Welt» verdorben haben soll? Und was ist vorher passiert, was eine solche Hoffnung genährt haben soll? Wer glaubte im Ernst vor Obamas Wahl, dass Obama im Alleingang «eine bessere Welt» hinzaubern kann? Und wer glaubte nach Obamas Wahl, dass Obama doch nicht die Welt im Alleingang verbessern kann? Fragen über Fragen…

  2. Die Wahl Obamas zum mächtigsten Mann der Welt hat bei mir in der Tat Hoffnung auf eine bessere Zukunft aufkeimen lassen, Worthülse hin oder her. Wenn man auf diesem Posten nichts bewirken kann, wo dann? Diese Hoffnung hat sich in den zwei Jahren seither eher abgeschwächt – die Realität des politischen Alltags fordert nun einmal ihren Tribut, wie im Interview nachzulesen ist. Es tut gut, sich das vor Augen zu führen und auch zu sehen, was in diesen zwei Jahren trotz aller Widrigkeiten alles erreicht worden ist.Aber gestatten sie mir eine Gegenfrage: Woher all dieser Frust?

  3. «Wenn man auf diesem Posten nichts bewirken kann, wo dann»: Überall sonst kann man mehr bewirken… The President ist eine Marionette der Wirtschaft, war es immer, wird es immer sein. Obama ist sicher ein sympathischerer Präsident als der vorherige, aber er ist kein Messias und auch kein Revolutionär.«Die Realität des politischen Alltags fordert nun einmal ihren Tribut»: Das war schon vor der Wahl sonnenklar.«Woher all dieser Frust»: Weil ich in einem Blog gerne etwas Überraschendes lesen möchte, nicht abgestandene Klischeesätze. Sind Kommentare nur erwünscht, wenn man Beifall spendet? Sonst sagt ihr ja immer gerne, the users know more than you do… das gilt nur so lange, wie man nichts Kritisches anmerkt, gell.

  4. Ich dachte, für Überraschendes seien die Qualitätsmedien zuständig. “Wir Blogger” tun ja primär deren Inhalte wiederkäuen. Sie kommen hier also offensichtlich mit falschen Erwartungen an. Es verwundert daher nicht, dass Sie enttäuscht sind.Und: Konstruktive Kritik ist stets willkommen. Genauso wie unkonstruktive.

  5. «Sie kommen offensichtlich mit falschen Erwartungen an»: Nicht unbedingt. Ich glaube zwar nicht, dass Obama die Welt verbessern kann. Aber ich bin überzeugt, dass wir Blogger bessere Blogs machen können, wenn wir uns nur ein bisschen Mühe geben. Yes we can!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *