Aus Jetztzeit wird Netzzeit

Kultur wird organisch

Begonnen hat sie vor einigen zehntausend Jahren mit der Verfestigung von Vorstellungen und Empfindungen in Form von Figuren aus Knochen und Stein. Nun beginnt sie sich in etwas zu verwandeln, das dynamischer, elastischer und geschmeidiger ist als alle Vorgängerversionen. Durch die Vernetzung hat die menschliche Kultur die Chance, aus einer Sammlung schöner Steine zu etwas quasi Organischem zu werden. Dass, beispielsweise, die Kommunikation in der Twitter-Timeline oder dem Beitragsstrom von Google+ keinen Anfang und kein Ende mehr kennt und man, entgegen den bisherigen Regeln des Begegnens, jederzeit ohne Grüßgott und Aufwiedersehen an das digitale Flußufer treten und es wieder verlassen kann, ist gewöhnungsbedürftig. Die meisten brauchen dafür aber nicht viel Zeit.

Schöner Text von Peter Glaser zum sich unter dem Einfluss vernetzter Kommunikation wandelnden Begriffs der Zeit.

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