NZZ Calling. Oder so.

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Ich machs kurz: Nach fünfeinhalb tollen Jahren verabschiede ich mich von der 20 Minuten-Familie. Und arbeite ab März für die Neue Zürcher Zeitung. Auch wenn ich dazu kaum eine grössere Platitude auspacken könnte: Die Entscheidung fiel mir unglaublich schwer. Schliesslich kam ich erst im letzten Sommer nach Stationen im Ressort People, beim Week (RIP), beim Friday und schliesslich bei der Online-Unterhaltung bei meinem absoluten Traumjob als Projektmanager im Bereich Community und Social Media an. Neben der spannenden Tätigkeit an vorderster Innovationsfront des Online-Journalismus in der Schweiz und den damit verbundenen Freiheiten (und kleinen und grossen Erfolgserlebnissen), war es vor allem auch das Gefühl, Teil einer grossartigen Truppe mit einem ebensolchen Coach zu sein, das mir bei der Entscheidung einiges an Kopfzerbrechen verursachte.

Aber schliesslich überwogen die Argumente meines zukünftigen Chefs Peter Hogenkamp. Im neu geschaffenen Team der NZZ Labs (zusammen mit Florian Steglich und Markus Hug) und einem eigens dafür vorgesehenen Bereich der Website werden wir sozusagen bei Null anfangen und uns als “internes Startup” radikalere Konzepte ausdenken, realisieren und testen können, als das im Tagesgeschäft der grössten Newssite des Landes möglich wäre. Und das ist meiner Meinung nach entscheidend in einer Branche, die zurzeit eine fundamentale Transformation durchmacht, in der noch niemand “die richtige Lösung” gefunden hat und wo deshalb mutige Experimente geradezu überlebenswichtig sind. Dazu kommt die nach wie vor ungebrochene Strahlkraft der Marke NZZ, welche aufgrund von 230 Jahren Meinungsführerschaft weit über die Landesgrenzen hinaus geht. Auch das ist in Zeiten nahezu kostenfreier globaler Distributionsmöglichkeiten ein essentieller Asset, den hierzulande nur wenige Medien haben.

Peter Hogenkamp legt in diesem Vortrag dar, wie er sich die Zukunft der NZZ vorstellt (ab Minute 19:20 geht er detailliert aufs Konzept der Labs ein). Es sind hoch gesteckte Ziele, die er sich und damit auch uns gesetzt hat. Aber in Zeiten des radikalen Umbruchs ist das das einzig Richtige. Deshalb bin ich dabei. Und wahnsinnig gespannt darauf, was für Ideen die kommenden Monate und Jahre bringen werden.

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