Matt McAlister: Generative Media Networks

The new dominant players that break through during these unstable moments in the market seem to accomplish two things: 1) creating a new layer of activity that simplifies the complexity in the network, 2) commercializing access to or on top of that activity.

Matt McAlister ist der Head of Digital Strategy beim Guardian und rührt in diesem White Paper mit der ganz grossen Kelle an: Er entwirft ein umfassendes Innovationsmodell für die Medienorganisation der Zukunft (wenn man sie überhaupt noch so nennen kann), bei der Netzwerkeffekte eine zentrale Rolle einnehmen.

Nebenbei beschreibt er schlüssig (und aus dieser Passage stammt das obige Zitat), welche Leistung die jeweils dominanten Player einer bestimmten Phase der Internet-Entwicklung leisten und entdeckt hier eine plausible Gesetzmässigkeit: So wächst die Komplexität des Netzes durch neuartige Aktivitäten in regelmässigen Abständen soweit an, dass sie zu Instabilität führt. Hier kommen Unternehmen ins Spiel, die mit neuartigen Ideen eine Reduktion derselben schaffen und diese Leistung monetarisieren. So werden sie selbst dann zu den dominanten Playern einer Phase.

Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie muss ich dabei an den aktuellen Hype um Quora denken, der vom Zeitpunkt her absolut passen würde: McAlister schätzt nämlich, dass eine solche Phase im Schnitt rund 5 Jahre dauert. Und wenn man sich die Entwicklung von Yahoo zu Google zu Facebook anschaut, kommt das auch in etwa hin.

Wie dem auch sei: Für Leute, die an der Materie interessiert sind, ist die Lektüre des pdfs absoluter Pflichtstoff. Auch wenn vieles davon ziemlich abgehoben ist, sind hier eine Menge wertvollster Denkanstösse für die Zukunft unserer Branche zu finden.

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