Imhof sorgt auf carta.info für Diskussionsstoff #Medienqualitaet

Nachdem Professor Imhof mit seiner Studie zum Niedergang der Medienqualität die Eidgenossenschaft aufgescheucht hat, sorgt er auch in Deutschland für Furore. Und zwar mit einer ausgesprochen spannenden, ziemlich ausschweifenden Diskussion auf carta.info, die aufgrund eines dort publizierten Interviews mit ihm entbrannt ist. Viele kluge Wortmeldungen finden sich darin, und das von allen Seiten. Dieser Beitrag von Chat Atkins ist mir dabei aber besonders ins Auge gestochen, weil er mir aus dem Herzen spricht:

Trotzdem spukt m.E. bei Ihnen im Hinterkopf die Sehnsucht nach einer durch Massenmedien stets noch formierbaren Gesellschaft herum, deren Chancen ich zunehmend geringer einschätze. Für mich läuft es eher auf eine sich durch Mikrokommunikation und im Dialog selbstdisziplinierende Gesellschaft heraus. Die das auch erst einmal lernen muss. Das erfordert einerseits ganz neue Kommunikationsformen: Die traditionellen journalistischen (und auch wissenschaftlichen) Stilformen mit ihrer Objektivitätsposiererei und dem ultratrockenen ‘dpa-Stil’ verlieren an Überzeugungs- und Durchschlagskraft. Witz, Sarkasmus, auch Polemik kehren zurück. Andererseits verändert sich die gesellschaftliche Rolle der Journalisten, zumindest im Netz. Platt gesagt – weg vom Gatekeeper hin zum akzeptierten Moderator einer Selbstverständigung des Publikums. D.h. Hilfe bei der Gewichtung von Quellen, bei der Ausformulierung von Argumenten, bei der Austreibung von Trollen usw.

 

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *