Die Kräfteverhältnisse haben sich verkehrt

Talking to editors in a number of companies involved in the discussions (none of whom wanted to talk on the record) there is a sense of mildly suppressed panic about these deals: almost no-one wants to do them, but it is for many of them worse to not be involved in negotiations with the companies that now control the pathways to the audience. The principal attraction of agreeing to publish straight to Facebook is higher traffic, and potentially shared revenue. The drawbacks are higher degrees of dependency on systems over which publishers have no control and little insight.

Auszug aus einem äusserst lesenswerten Beitrag zum Verhältnis von Medienunternehmen und Technologie-Giganten im Lichte des Google-Fonds zur Förderung von innovativem Journalismus in Europa.

Zu Gast im SRF Medientalk

Bildschirmfoto 2015-04-12 um 17.21.44

Eigentlich wollten wir mit Konrad WeberSalvador Atasoy und einer dazu geschalteten Anita Zielina  über Digitale Strategien in Zeiten von Clickbait reden. Unter dem frischen Eindruck der medialen Verarbeitung des tragischen Absturzes eines Germanwings-Flugzeugs drehte sich das Gespräch dann aber auch darum, wie Medien mit dem Problem umgehen sollen, den unglaublichen Wissensdurst ihres Publikums in einer solch dünnen Faktenlage stillen zu wollen. Die grosse Schwierigkeit dabei: Wie erfüllt man dieses Bedürfnis, ohne in die Pietätlosigkeit abzurutschen, welche in sozialen Medien so lautstark angeprangert wurde. Ein auch für mich sehr erhellendes Gespräch.

 

Zu Gast bei journalist.de

Die talentierte Sarah Mühlberger hat mich zum TagesWoche-Projekt «Misstrauen gegen die Medien» befragt, das ich zusammen mit Kollege Oppliger im vergangenen Winter durchgeführt habe. Unter dem Titel «Beziehungskrise» entstand daraus (und Gesprächen mit anderen digital denkenden Journikollegen) ein toller Artikel, der das teils angespannte Verhältnis zwischen Journalisten und Lesern durchleuchtet.

meldungen_muehlberger_150202_1_nagy

Hier noch zu (meinen persönlichen) Archivzwecken verlinkt: Die Website als pdf.

Misstrauen gegen die Medien

Bildschirmfoto 2015-06-25 um 11.39.24

Im vergangenen Dezember führten wir bei der TagesWoche ein Experiment durch: Wie können wir unsere eigenen Diskussionen zum virulenten Misstrauen gegen die Medien mit den Gedanken unserer Leser anreichern – ohne die üblichen Wortgefechte in den Kommentarghettos am Ende der Artikelseiten. Zu diesem Zweck beschlossen wir, eine Artikelreihe zu starten, die mit 5 Thesen zu diesem damals sehr akuten Thema begann und im Laufe von zwei Wochen mit verschiedenen anderen Inhalten weiter geführt wurde, um dann in einem grossen Essay ihren Abschluss zu finden, in dem die Erkenntnisse aus diesem Prozess stringent verarbeitet werden. Das Ergebnis hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen, weshalb ich sie hier nochmals in der Übersicht verlinke: